November 2020: Karmeliten Brauerei Straubing

Ausgangslage

Die Karmeliten Brauerei in Straubing blickt auf eine 650 jährige Unternehmensgeschichte zurück. Der Ursprung der heutigen Brauerei geht auf die Gründung durch Karmeliten Mönche in 1367 zurück. Herr Karl Sturm, der Urgroßvater der heutigen Brauereibesitzer, kaufte den Betrieb 1879 auf. Seitdem führt dessen Familie die Brauerei mit Herz und Liebe. Bis 1980 wurde direkt neben dem Kloster produziert. In der Folge verlagerte sich der Standort auf ein Grundstück am Rande der Stadt Straubing.
Bis heute hat sie sich zur modernsten Brauerei in Straubing entwickelt. 2018 beschäftigte die Karmeliten Brauerei 30 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende. Mit Unterstützung von modernster Technik werden die handwerkliche Bierspezialitäten nach wie vor entsprechend der alten Rezepte nach dem bayrischen Reinheitsgebot mit Wasser, Hopfen, Malz und Hefe hergestellt. Ausschließlich unter Verwendung von regionalem Aromahopfen aus der Hallertau und bayrischem Malz.

Maßnahme

Seit 2016 setzt der Betrieb das Konzept der „Evolution der Energieversorgung in der Lebensmittelindustrie auf Basis von Modernisierung“ um.
Ziel des Energiekonzeptes sind: Reduzierung des Einsatzes von Primärenergie, Eigenerzeugung von elektrischen Strom, Wandlung von Wärme in Kälte, Nutzung von Naturkälte, Abbau von Lastspitzen (Speichertechnologie) Erfassung, Auswertung und Analyse von Energieverbräuchen für eine energetische Produktionsauftragsplanung.

Um diese Ziele zu erreichen wurden folgenden Maßnahmen umgesetzt:
Sudhaus Cascade, Mikrogasturbine, Verwendung von Naturkälte ICE AGE®, Absorptionskältemaschine, Speicherung von Kälteenergie in Eisspeicher, Datenerfassung und deren Analyse.

Ergebnis

So konnten bisher bereits über 40 Prozent des CO2 Foodprints reduziert werden! Dazu setzt die Brauerei weniger Primärenergie ein und nutzt die auf dem Grundstück „geerntete“ Energie mehrfach.
Das Energie-Projekt spart nach Angaben der Brauerei etwa 1,4 Millionen kWh Erdgas-Äquivalent oder 470.000 kWh elektrisches Energie-Äquivalent ein. Dies ist bereits knapp die Hälfte der CO2-Emissionen, die die Brauerei vor den Umbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen verursacht hat. Die Einsparung von rund 60 Prozent Erdgas-Äquivalent seit dem Jahr 2018 führt zu einer kontinuierlichen Reduktion von 280 Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht etwa 22.400 Bäumen, die gepflanzt werden müssen, um diese CO2-Fracht aufzunehmen.

Kontakt:

Servicestelle Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz

Michel Durieux

durieux(at)zdh.de

Telefon: 030 206 19 267

Partner der Mittelstandsinitiative

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Deutsscher Industrie und Handelskammertag Zentralverband des deutschen Handwerks