März 2018: Die Karlsberg Brauerei GmbH

Projektpräsentation der Energie-Scouts der Karlsberg Brauerei GmbH © Karlsberg Brauerei GmbH

Ausgangslage:

 Die Karlsberg Brauerei GmbH wurde im Jahr 1878 unter dem Namen „Bayrische Bierbrauerei zum Karlsberg“ gegründet. Innerhalb weniger Jahre wurde daraufhin die Brauerei aufgebaut. Heute verzeichnet das familiengeführte Unternehmen eine jährliche Produktionsmenge von rund zwei Millionen Hektolitern.
Die Karlsberg Brauerei GmbH beschäftigt an ihrem Standort in Homburg 310 Mitarbeiter/innen. Darunter befinden sich aktuell 29 Auszubildende in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen. An dem Energie-Scout Projekt beteiligten sich zwei Industriekauffrauen, ein Industriemechaniker und ein Elektroniker.

Maßnahmen:

 Um eine saubere Bierherstellung zu gewährleisten werden in einer Clearing in Place (CIP)-Anlage die Behälter, Leitungen und Produktionseinheiten mit einer erhitzen Lauge gereinigt. Die dafür notwendige Wärme sowie der Energieverbrauch der Raumlüftungsanlage boten Potenzial für die Initiierung eines Energieeffizienzprojekts.
Vor dem Energie-Scout Projekt waren zwei der drei Laugetanks sowie der Heißwassertank nicht isoliert. Die heiße Lauge und das Heißwasser erwärmten die Tanks, welche die Wärme in den Raum abstrahlten.  Ab 32 °C Raumtemperatur wurde eine Belüftungsanlage in Betrieb genommen. Durch den Wärmeverlust der beiden Laugetanks musste die Lauge mittels Umwälzung kontinuierlich nacherhitzt werden.
Mittels entsprechender Maßnahmen sollten die Prozesse der CIP-Anlage effizienter gestaltet und der Wärmeverlust reduziert werden. Ziele waren eine reduzierte Laufzeit der Umwälzpumpe und des damit verbundenen Stromverbrauchs und die Verringerung des Stromverbrauchs für die Raumkühlung.
Die Energie-Scouts verglichen den bereits isolierten Tank mit nicht isolierten Tanks und stellten deutliche Einsparpotenziale fest. Nach der Dokumentation des Temperaturverlaufs der Lauge sowie der notwendigen Wärmemenge, um die Lauge zu erhitzen, erfolgte die Bestückung der beiden Tanks mit einer 100 mm dicken Isolierung.

 Ergebnis:

 Die Berechnung des Energie-Scout-Teams ergab, dass durch die Isolierung der Tanks eine Energieeinsparung von rund 36 Prozent möglich ist. Durch die Reduktion der abgestrahlten Wärme der Lauge- und des Heißwassertanks kann auf eine Belüftungsanlage vollständig verzichtet werden.
Jährlich können so ca. 8.900 Euro eingespart werden. Die Energieeinsparungen belaufen sich auf ca. 100.000 kWh und ergeben eine CO2 -Einsparung von ca. 42 Tonnen. Die Investitionskosten für die Tankisolierung amortisieren sich bereits nach 1,5 Jahren.

Best-Practice Archiv

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Kontakt

Servicestelle der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz

Sophie Heimes
heimes.sophie(at)dihk.de

Telefon: 030 20308-2238

Maßnahmen:

Isolierung von Lauge- und Heißwassertanks

Branche:

Getränke- und Lebensmittelindustrie

Firma:

Karlsberg Brauerei GmbH
Karlsbergstraße 62
66424 Homburg

Partner der Mittelstandsinitiative

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Deutsscher Industrie und Handelskammertag Zentralverband des deutschen Handwerks
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