Erster Lehrgang „Betriebliche/r Mobilitätsmanager/in“ gestartet

© SIHK Hagen: BMM-Lehrgang Gruppenfoto mit E-Mobil
© SIHK Hagen: BMM-Lehrgang Gruppenfoto mit E-Mobil

13. Februar 2018

 Angereist sind sie mit dem Auto oder der Bahn. Sie kommen vor allem aus NRW, aber auch von der Ostseeküste und vom Bodensee. Im SIHK-Bildungszentrum in Hagen hat am 8. Februar der bundesweit erste Zertifikatslehrgang "Betrieblicher Mobilitätsmanager (IHK) mit Mitarbeitern aus 16 Unternehmen begonnen. Im Mittelpunkt der berufsbegleitenden Weiterbildung stehen die gute Erreichbarkeit der Betriebe für Mitarbeiter und Kunden sowie das Fuhrparkmanagement und die innerbetrieblichen Verkehre. Am Ende der Qualifizierung werden alle Teilnehmer für ihren Betriebsstandort ein individuelles Mobilitätskonzept erstellen, um es nachhaltig im eigenen Unternehmen umzusetzen.

"In der aktuellen Diskussion über Umweltzonen und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bietet der Lehrgang Unternehmen die Möglichkeit, selber aktiv zu werden", betont Frank Niehaus, der den Lehrgang in der SIHK aufgebaut hat. Das neue Weiterbildungsangebot wird in Hagen erstmalig realisiert. Weitere Lehrgänge in Köln und Bielefeld folgen in den nächsten Monaten. Das Konzept wurde im letzten Jahr mit Beteiligung der SIHK und weiteren IHKs durch die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz erarbeitet. Die Qualifizierung ist konzipiert für Mitarbeiter aus allen Branchen, beispielsweise aus den Bereichen Personal, Logistik, Fuhrparkmanagement, Energie und Facility Management. „Im Fokus stehen praxistaugliche Lösungen für den eigenen Unternehmensstandort“, so Niehaus. Der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern soll verschiedenste Lösungsansätze ins Blickfeld rücken.

Mobilität ist eine wichtige Ressource, aber auch ein erheblicher Kostenfaktor in Unternehmen. Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) ist ein geeignetes Instrument, um die Erreichbarkeit des Unternehmensstandortes zu verbessern, Flächen für Parkraum einzusparen, die Attraktivität für neue Fachkräfte zu steigern und die Umweltbilanz des Unternehmens zu verbessern. Letztlich können Unternehmen mit einem Betrieblichen Mobilitätsmanagement auch einen eigenen Beitrag zur Senkung der Schadstoffbelastung an ihren Standorten leisten. Dafür werden bestehende Pendlerverkehre, Fahrzeiten und Anreiserouten analysiert. Auf Grundlage dieser Analyse ist dann die Entwicklung von individuellen Maßnahmen möglich. Ins Blickfeld geraten dabei zunehmend die E-Mobilität und die erforderliche Ladeinfrastruktur aber auch Maßnahmen zur Stärkung der Fahrradnutzung. Immer mehr Förderprogramme rücken besonders die Angebote von Unternehmen für ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt. (JPV)

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