Energieberatung im Mittelstand ab 2015 neu

17.11.2014

Ab dem 1. Januar 2015 wird die Energieberatung im Mittelstand (EBM) mit einer neuen Förderrichtlinie fortgesetzt. Für die Bearbeitung ist dann nicht mehr die KfW sondern das BAFA zuständig.

Die Energieberatung im Mittelstand hat zwischen 2008 und 2013 insgesamt ca. 17.000 Unternehmen beraten. Die sich daraus ergebenden Energieeinsparungen werden mit 1,5 bis 2,7 TWh aus Investitionen zwischen 0,7 und 1,4 Mrd. Euro angegeben.

Das Programm sieht ab 2015 noch eine Beratungsphase vor – statt der bisherigen Initial- und Detailberatung. Gefördert werden nur noch Beratungen, die den Anforderungen an „Energie-Audits“ nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie entsprechen. Neu sind die Möglichkeit der Förderung einer Umsetzungsbegleitung durch Energieberater sowie die Erarbeitung eines Abwärme-Konzepts.

Der mögliche Beratungsumfang wird zudem auf den Neubau von Gewerbegebäuden oder die Sanierung von betrieblichen Gebäuden (mit Ausnahme der Wohnungswirtschaft), die Betrachtung des Fuhrparks sowie die Stromerzeugung und -einspeisung erweitert.

Künftig sind auch Unternehmen mit kleinen Verbräuchen und geringen Energiekosten antragsberechtigt, die bisherige Mindestgrenze von 5.000 Euro Energiekosten im Jahr entfällt.

Die maximale Förderhöhe ist wie folgt gestaffelt: Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von höchstens 10.000 Euro beträgt die Zuwendung 80% der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung - jedoch maximal 800 Euro. Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro liegen, beträgt die Zuwendung 80% der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung - jedoch maximal 8.000 Euro.

Die Anträge werden künftig über ein Online-Formular direkt beim BAFA eingereicht. Den Antragsunterlagen muss ein Kostenvoranschlag des Energieberaters beigelegt werden. (han)

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