DBU-Workshop „Innovative Lösungen für Energieeffizienz und Klimaschutz!"

08.07.2015

Im mit rund 60 Teilnehmern gut besuchten DBU-Workshop „Innovative Lösungen für Energieeffizienz und Klimaschutz“ informierten drei modellhafte, DBU-geförderte Unternehmen über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus ihrer betrieblichen Praxis.

Klimaschutz funktioniere laut Susanne Horn, Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu, nicht nur über wirtschaftliche Erfolge und Anreize, sondern insbesondere über Vorbildfunktion, Transparenz und Eigenmotivation. Passend zur Auszeichnung der Energie-Scouts betonte Susanne Horn, dass bei der Neumarkter Lammsbräu alle Mitarbeiter des Unternehmens als „Energie-Scouts“ arbeiteten. Jeder Mitarbeiter vereinbare persönliche Ziele, um Energie zu sparen oder andere Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Für die Mitarbeiter zähle vor allem die Anerkennung ihres Engagements und die Rückmeldung zu ihren Leistungen im Sinne des Klimaschutzes. Das konsequente ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept der Neumarkter Lammsbräu sieht auch vor, auf Lieferanten und Kunden zu verzichten, die nicht den unternehmenseigenen Ansprüchen an ein nachhaltiges Wirtschaften entsprechen.

Die Neumarkter Lammsbräu ist mit rund 20 verschiedenen Bio-Bieren, Malzprodukten, Bio-Limonaden und Biomineralwasser die größte Brauerei für ökologische Getränke. Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu, erhielt für das ganzheitlich ökologische Unternehmenskonzept im Jahr 2001 den deutschen Umweltpreis.

Die J. W. Ostendorf GmbH & Co KG (JWO), Lack- und Farbenhersteller aus Coesfeld und europäischer Marktführer für Handelsmarken, hat den Leitgedanken der Umweltvorsorge fest in alle Unternehmensbereiche implementiert. Dr. Hans-Joachim Weintz, Direktor der Technischen Unternehmensentwicklung, stellte das Unternehmen als Technologietreiber für wasserverdünnbare Anstriche vor. Sicherheit und Umweltschutz seien bei JWO neben den üblichen Kriterien von Qualität und Ökonomie von Anfang an zentrale Entwicklungsgrößen. In einem DBU-Projekt gelang es JWO etwa, eine wasserverdünnbare Alternative für Alkydharze bis zur Marktreife zu entwickeln. Um die Potentiale zu heben setzt das Unternehmen insbesondere auch auf Netzwerke und Teamwork. Insgesamt seien noch erhebliche Nachhaltigkeitspotentiale im Lackbereich zu erschließen, so Dr. Hans-Joachim Weintz: Der Marktanteil der Anstriche auf Wasserbasis liege in Europa erst bei rund 30 Prozent.

Die Ökotec Energiemanagement GmbH entwickelt intelligente Lösungen zur Reduktion von Energiekosten und ist heute mit Projekten an über 550 Industrie- und Gewerbestandorten der führende Spezialist für Energieeffizienz und Energieeinsparung in der Industrie. Auf Basis eines DBU-geförderten Projektes hat das Berliner Unternehmen mit der Energieeffizienz-Controlling-Plattform EnEffCo® einen integrierten Lösungsansatz für Industrie- und Gewerbeunternehmen entwickelt. Roland Berger, Geschäftsführer und Partner bei Ökotec, betonte die Komplexität des Energiecontrollings in der Industrie. Energie einzusparen bedeute nicht gleich, Energie auch effizient einzusetzen. Hier seien sinnvolle Kennzahlen notwendig. Insgesamt liege in der Industrie ein großes Potential für energieeffizienteres Wirtschaften. Je nach Unternehmen lassen sich fünf bis 30 Prozent der Energie durch Energiecontrolling einsparen.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Unternehmer einig, dass klimaschonendes und effizientes Wirtschaften nur als ganzheitliches Konzept gut funktioniert. Neben der notwendigen Wirtschaftlichkeit sind aber vor allem eine Unterstützung und Zielorientierung der Geschäftsführung sowie die eigene Motivation entscheidend für den Erfolg von Klimaschutz und Energieeffizienz. Insbesondere auch die Einbindung der Mitarbeiter sowie übergreifende Netzwerke sichern längerfristige Erfolge im Sinne der Nachhaltigkeit. (Ad)

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