Bundesumweltministerin Hendricks beim Regionaldialog der Mittelstandsinitiative

13.04.2015

Die Regionaldialoge der Mittelstandsinitiative sind ein Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Verbänden und Praktikern auf dem Gebiet der Energiewende. Am 13. April 2015 machte die Regionalkonferenz Station bei der Handwerkskammer in Düsseldorf.

In Bezug auf die Notwendigkeit besonderer Anstrengungen zur Begrenzung des Klimawandels herrschte bei allen Rednern große Einigkeit. „Wir sind die erste Generation in Deutschland, die die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt und vermutlich die letzte Generation, die die Auswirkungen begrenzen kann“, so Ministerin Hendricks. Damit die ambitionierten CO2-Ziele der Bundesregierung erreicht werden, müsse das Tempo bei der Einsparung von Energie allerdings massiv verschärft werden. Dabei unterstrichen alle Redner die entscheidende Rolle gerade der kleinen und mittleren Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk, weil sie die Energiewende auf eine breite Basis stellen.

Vor annähernd 200 Fachleuten und Praktikern aus Handwerk, Industrie, Kommunen, Verbänden, Energieagenturen und Verbraucherzentralen wurde aber auch durchaus kontrovers über die Mittel und Wege diskutiert, die zum Erreichen der gemeinsamen Ziele führen sollen. Für den Zentralverband des deutschen Handwerks unterstrich Präsident Hans Peter Wollseifer die Bedeutung der über die Mittelstandsinitiative geschaffenen, „gleichgerichteten, alle Akteure und Handlungsebenen einbeziehenden Anstrengung für ein energieeffizientes Deutschland" als „maßgeblichen Fortschritt", mahnte jedoch Nachbesserungen beim finanziellen Anreiz zu energetischer Modernisierung an: „Bund und Länder stehen dringender denn je in der Pflicht, mittels einer durchgreifenden Steuerförderung der Gebäude-Energiesanierung einen entscheidenden Impuls zur Verbrauchssenkung zu setzen."

Klaus Zimmermann, Geschäftsführer der IHK Düsseldorf, warnte derweil vor einer politischen Übersteuerung der Energiewende und regte insbesondere die stärkere überregionale und europäische Abstimmung von Lösungen an.

Dass die Regionaldialoge der Mittelstandsinitiative ein sinnvolles Instrument nicht nur zum Austausch sondern auch für die Intensivierung der Zusammenarbeit sind, machte die von Spitzenrepräsentanten von Land und Handwerk unterzeichnete „Düsseldorfer Erklärung" zu Energiewende und Klimaschutz deutlich, welche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergeben wurde. Ferner besiegelten der gastgebende NRW-Handwerkstag und die Landesgesellschaft KlimaExpo.NRW ihre langfristige Zusammenarbeit in Form eines Kooperationsvertrages. (ko)

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