Energieeffizienz: Raus aus der Nische, hin zu Professionalisierung und Kooperation

03. Februar 2015

IHK-Organisation gibt Handlungsempfehlungen für öffentliche Hand, Unternehmen und Multiplikatoren

In vielen Unternehmen wird Energieeffizienz bereits gelebt. Dies belegen nicht nur die steigenden Zahlen der Energieberatungen. Dennoch bleibt auch wirtschaftlich rentables Potenzial oft ungenutzt. Warum ist das so? Und: Wie und von wem können entsprechende Hemmnisse beseitigt werden?

Dass Maßnahmen nicht umgesetzt werden, liegt vorwiegend an Zweifeln hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit. Die Maßnahmen seien mit zu hohen Investitionskosten verbunden, nicht wirtschaftlich oder besäßen schlichtweg nicht die Bedeutung anderer investiver Maßnahmen. Zusammen mit beschränkten zeitlichen und personellen Kapazitäten sind dies die wichtigsten Hemmnisse, die die befragten Unternehmen nannten.

Die Ergebnisse zeigen, dass dem Thema Finanzierung ein höherer Stellenwert zukommen muss. Berater und Unternehmen müssen ihre Kompetenzen zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen stärken. Die öffentliche Hand muss bei der Entwicklung von Förder- und Finanzierungsprogrammen enger mit Finanzinstituten zusammenarbeiten.

Auch in der Begleitung von Unternehmen kann einiges getan werden. Hier sind vor allem bessere Absprachen gefordert zwischen der Vielzahl von Akteuren wie den Institutionen der Wirtschaft, der Finanzbranche, Energiedienstleistern und der öffentlichen Hand.

Die IHK-Organisation hat die Handlungsempfehlungen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mithilfe einer Unternehmensbefragung entwickelt und schlägt Maßnahmen vor, die Betriebe bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen helfen sollen.

Bundesweit haben sich 1.000 Unternehmen aller Branchen an der Umfrage beteiligt. Die Antworten machen trotz aller Hemmnisse deutlich, dass Energieeffizienz bei vielen Unternehmen auf der Tagesordnung ist, eine Professionalisierung aber noch aussteht. 80 % haben sich bereits zu Energiethemen beraten lassen oder planen dies zu tun. Über 50 % haben ein Energiemanagement eingeführt. Eine Voraussetzung für die Professionalisierung haben bereits 65 % der Unternehmen geschaffen, indem sie einen Energie- oder Umweltbeauftragten im Betrieb benannt haben.

Handlungsempfehlungen

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